Elke - Selbst der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!, Februar 2006
Elke - Selbst der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!, Februar 2006
Ich (48 Jahre) habe mich durch eine Bluttransfusion 1979, nach der Geburt meiner Tochter, mit dem Hepatitis C2-Virus infiziert.
Von 2004-2005 (6 Monate) habe ich die Therapie mit Interferon und Ribavarin an der Uni-Klinik in Mainz gemacht und möchte es jedem empfehlen, da es sich bei mir wirklich gelohnt hat und ich mittlerweile geheilt bin.
Vor Beginn der Therapie hatte ich unwahrscheinliche Angst vor den möglichen Nebenwirkungen. Doch im Endeffekt waren die Nebenwirkungen längst nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Normalerweise trage ich früh morgens Tageszeitungen aus, diese Tätigkeit musste ich während der Therapie aufgeben, da die Behandlung meinen Körper doch ziemlich angestrengt hat; z.B. Treppensteigen fiel mir recht schwer. Vor Beginn meiner Therapie habe ich zwei verschiedene Tageszeitungen ausgetragen, leider dauerte einem der beiden Verlage meine 6-monatige Therapie zulange, so dass ich jetzt nur noch für einen Verlag tätig bin. Tja, wie viele von Euch, musste auch ich die bittere Erfahrung machen, dass das Umfeld teilweise wirklich nicht fair mit kranken Mitmenschen umgeht. Auch hätte ich von meinen Verwandten und Freunden manchmal mehr Unterstützung erwartet. Aber nicht aufgeben, das wichtigste ist die eigene Gesundheit!
Insgesamt war mir während der Therapie zwar regelmäßig übel, aber es waren immer wieder Tage dabei, an denen es mir „gut“ ging, und ich neue Kraft sammeln konnte. Außerdem war ich überglücklich, dass mir während der Behandlung keine Haare ausgegangen sind.
Meinen Haushalt konnte ich fast problemlos alleine bewältigen, und ich habe mich während der Therapie keineswegs zuhause verkrochen, sondern, soweit es mir gut ging, auch kulturelle Veranstaltungen besucht. Mein Hausarzt warnte mich zwar, nicht zuviel unter Menschen zu gehen, aber es hat mir nicht geschadet, da ich ein Mensch bin, der viele soziale Kontakte pflegt, die ich auch trotz Therapie nicht missen wollte.
Manche Tätigkeiten gingen mir zwar nicht so leicht von der Hand, wie z.B. die Gartenarbeit, aber die habe ich dann einfach auf später verschoben.
Während der Therapie habe ich mir ein neues Hobby zugelegt und angefangen, Keyboard zu spielen, was mir sehr geholfen hat.
Mittlerweile liegt das Ende der Therapie schon fast ein Jahr zurück. Meine Leberwerte sind so gut wie nie zuvor und der Virus ist negativ!!!
Mit meinen positiven Erfahrungen möchte ich jedem Mut machen, dem diese Behandlung noch bevor steht! Außerdem kann ich die Uni-Klinik in Mainz wirklich empfehlen, ich habe mich dort sehr gut aufgehoben gefühlt!
Viel Glück von ganzem Herzen! Durchhalten, es lohnt sich!!!
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