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Mein Name ist Heike und ich bin 47 Jahre alt. Im Dezember 2004 hatte ich mal wieder (soll man ja 1x im Jahr machen lassen) einen Gesundheits-Check mit großem Blutbild usw.Nachdem mein Hausarzt nun schon einige Male vorher etwas erhöhte Leberwerte festgestellt hatte, ließ er mich auf Hepatitis B + C testen. Das Ergebnis war niederschmetternd.. ja meinte er, sie haben sich wohl mit Hepatitis C infiziert!! Überweisung zum Facharzt, Aufklärung über diese Krankheit, Therapiemöglichkeiten usw.... alles kurz vor Weihnachten 2004!! Für mich brach die ganze Welt zusammen.
Ich habe tagelang nur geheult und kam überhaupt nicht mehr bei. Na ja dann das übliche: Sohn testen, Manntesten...Mein Sohn ist negativ mein Mann hat es auch (übrigens gleicher Genotyp 4)Was jeden erstmal beschäftigt, ist die Frage: WOHER????? In den Jahren 1990 bis 1995 haben mein Mann und ich sehr viele Asienreisen gemacht und haben uns in dieser Zeit 3x mit Beriglobin impfen lassen, zu dem Zeitpunkt wurde dieses Blutpräparat noch nicht auf Hep C-Viren getestet, also vermuten wir, dass wir uns durch diese Impfung angesteckt haben, zumal man dieses Präparat 1995 vom Markt genommen hat. Meine Ärztin meinte damals ich sollte unbedingt mit der Therapie anfangen, weil ich eine gute Ausgangsbasis hätte: geringe Viruslast und weiblich (Bei Frauen soll ja die Therapie besser anschlagen) Nun ja alles nicht so einfach, man hat ja seinen Job, den man auch nicht verlieren möchte (die Infos über Nebenwirkungen während der Therapie sind ja teilweise der reine Horror)!! Auf jeden Fallhabe ich meinen Arbeitgeber über meine Situation aufgeklärt und bin Gott sei Dank auf sehr großes Verständnis gestoßen. Trotzdem habe ich den Therapiebeginn bis Nov. 2005 herausgezögert. Am 27.11.05 ging’s dann los. 1.Spritze beim Arzt, 2 Paracetamol und 3 Ribavirin und vor allen Dingen eine Riesenangst !!! Alles halb so schlimm.. die ersten 4 Wochen habe ich gar nichts gemerkt, dann kamen so langsam einige Nebenwirkungen (leichte Depressionen, Glieder- u. Muskelschmerzen) Es gibt ja Gott sei Dank gegen alles Wunderpillen. Auf jeder Fall gehe ich weiterhin meiner Arbeit nach (habe aber meine Arbeitszeit auf 30 Stunden verkürzt) und komme damit eigentlich gut klar. Gestern waren die wichtigen 12 Wochen um und siehe da: Virus nicht mehr nachweisbar!!!!! Mich motiviert dieses Ergebnis auf jeden Fall zum weitermachen (Ende Oktober 06 werde ich fertig sein)!! In 3 Monaten melde ich mich noch mal wieder bis dahin wünsche ich allen meinen Leidensgenossen viel Kraft und gutes Gelingen :-))))) Aktualisierung meiner Geschichte aus März 06 Hallo zusammen, hier bin ich wieder und habe weitere 3 Monate Therapie hinter mich gebracht. Gestern habe ich das 2." Positive“ Ergebnis bekommen: Virus weiterhin nicht nachweisbar, Leberwerte normal alle anderen Blutwerte auch noch so OK, dass meine Interferondosis nicht reduziert werden muß .Habe mich natürlich riesig gefreut obwohl ich zurzeit einen ziemlichen Durchhänger habe, zumal sich noch ein paar weitere Nebenwirkungen eingeschlichen haben, wie z.B. starkes Haut- und Kopfjucken, total ausgetrocknete Haut, stumpfe Haare (aber Gott sei Dank fallen Sie mir nicht aus)!!! Meine psychische Verfassung ist auch nicht gerade die Beste, habe keine Lust auf Freunde, Partys oder sonstige Events. Das einzig positive ist, dass die Zeit mal ausnahmsweise für einen arbeitet!!! Die Situation zuhause ist auch schwierig geworden. Mein Mann (er hat ja auch Hep c) kämpft zurzeit um eine Festeinstellung in seinem Job (Zeitarbeitsvertrag bis 23.08.06). Wenn das klappt, möchte er natürlich auch mit der Therapie anfangen, wobei er große Bedenken hat, das zu packen, weil er körperlich hart arbeiten muß. Dazu kommt, dass ich mich jederzeit wieder bei meinem Mann anstecken kann und wir beide kein Freund von Kondomen sind. Die Situation ist wirklich nicht einfacher geworden und man muß schon sehr viel Kraft aufwenden, um das alles zu meistern. Ich hoffe, dass ich die letzten 23 Wochen auch gut überstehe und werde dann nochmal berichten. Trotzdem kann ich allen Betroffenen nur empfehlen, eine Therapie zu beginnen und meinen Leidensgenossen, die auch mittendrin stecken, wünsche ich alles alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Gruß Heike Nachtrag von Heike im Oktober 2006: Hallo liebe Leidensgenossen, so nun ist es soweit, dass ich meine Geschichte nochmals aktualisieren kann! Letzte Spritze, letzte Pille, Blutabnahme!!!! Was hat das alles gebracht ??? Gestern Abend bekam ich den schönsten Anruf meines Lebens von meiner behandelnden Ärztin - alles ist GUT - !!!!!! VIRUS nicht mehr nachweisbar !!!!! Am Sonntag fahre ich nun erstmal in Urlaub in die Sonne, um mich ein bisschen zu erholen Fazit zur Therapie: Die ersten 24 Wochen gingen recht schnell um, die Nebenwirkungen waren erträglich Die zweiten 24 Wochen ( der heiße Sommer war dabei ) waren weniger erträglich. Im August wurde ich dann auf 135 Mikrogramm Interferon runterdosiert, mein Blutbild ließ die höhere Dosis von 180 Mikrogramm nicht mehr zu. 3 Wochen danach waren die Nebenwirkungen dann wieder erträglicher. Trotzdem, die letzten Wochen wollten nicht vergehen - habe ich immer gedacht -, doch wie ich schon erwähnte, spielt die Zeit während der Therapie für einen und nicht gegen einen - und dann ist es auch schon vorbei. Abschließend möchte ich sagen, dass sich die Therapie auf jeden Fall lohnt. Es geht doch nichts über einen virenfreien Körper .Schönes Gefühl!! Allen, die gerade mittendrin stecken wünsche ich alles Gute und viel KRAFT! Eure Heike aus Krefeld
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Mein Name ist Heike und ich bin 47 Jahre alt. Im Dezember 2004 hatte ich mal wieder (soll man ja 1x im Jahr machen lassen) einen Gesundheits-Check mit großem Blutbild usw.