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Dezember 1999 Aktualisiert 2007 Januar 2000
Hallo, ich bin ein 11-jähriges Mädchen, das ebenfalls den Hepatitis C Virus hat und seit zwei Wochen versucht, ihn zu eliminieren. Ich werde mich ab und zu per Mail melden, damit ich euch von meinen Erfahrungen berichten kann. Ich musste nun Ende letzten Jahres für fünf Tage ins Krankenhaus. Gleich am zweiten Tag erhielt ich meine erste Interferon-Spritze (2 Mio.). Ich fühlte mich etwas schlapp, aber so fühlt man sich wohl immer im Krankenhaus. Neben mir lag ein Mädchen, dessen Leber zu klein war. Was das genau bedeutet, hat mir meine Mama erklärt.
Dann ging’s weiter mit täglichen Spritzen (3 Mio., 4 Mio, 5 Mio). In der zweiten Woche begann nun die normale Therapie. Da war ich dann endlich wieder zu Hause. Nun werde ich dreimal wöchentlich 6 Mio. gespritzt bekommen. Außerdem muss ich zwei Tabletten schlucken und zwar immer nach dem Essen. Mamas Freundin ist Krankenschwester erklärt mir an einer Orange, wie man spritzen muss, damit ich das auch irgendwann einmal selbst machen kann. Ich habe einen Pen bekommen und ein Video, das erklärt, wie man diesen benutzen muss. Es ist eigentlich sehr einfach. Aber mögen tu ich es nicht sehr, diese Spritzerei. Außerdem hat meine Mama die Firma Essex angerufen und um einen Entsorgungsbehälter und eine Tasche, die eine Kühlbox enthalten soll, gebeten. Wichtig ist, die genaue Dosierung beim Apotheker anzugeben, da es drei Pens mit verschiedenen Dosierungsangaben gibt. Ich fühle mich abends müder als sonst, gestern morgen war mir total schlecht und ich musste mich übergeben, danach ging’s jedoch wieder. Februar 2000 Ich bedanke mich erstmal für eure lieben Briefe. Sogar Kinder haben mir schon geschrieben. Da fühle ich mich nicht so allein- Die Therapie, die ich momentan mache, ist nicht sehr leicht für mich, denn ich spritze mich ja selber und bevor ich mich spritze, sitze ich erst eine halbe Stunde auf dem Bet mit der Spritze in der Hand und traue mich einfach nicht. In letzter Zeit get es mir ganz gut aber am 01. und 02.02. war ich etwas daneben. Seitdem ich mit dem Spritzen angefangen habe, gehe ich oft FREIWILLIG ins Bett, je früher desto besser. Ich wünsche euch allen, dass ihr es mit eurer Therapie gut schafft. Eure Kiki März 2000 Ich habe nun schon zwei Monate Therapie hinter mir. Jetzt wird es spannend. Leider weiß ich noch nicht viel von meinen Ergebnissen. Das werde ich dann Ende März erfahren. Da erfahre ich dann auch, ob und wie es weitergeht. Ich habe mich an die Medikamente gewöhnt. Nur habe ich mir die Spritzerei "abgewöhnt". Ich traue mich ‚mal wieder nicht. Irgendwann geht's auch wieder. So einfach ist es nun auch nicht. Ihr anderen könnt wirklich von Glück reden, wenn ihr die Theraphie hinter euch habt; ich freue mich auf jeden Tag,wo der Virus auch nachlässt. Meine Abtupfer stinken so jämmerlich.Da denk ich immer gleich, ich falle in den Ohnmacht. Die Tabletten sind zu meinen Freunden geworden, denn ich muss sie ja nur schlucken. Das ist nicht schwer. Ich freue mich so sehr auf alle Briefe, die ich erhalten habe. Ich habe sie auch ganz fleißig beantwortet. April 2000 Leute, seit gestern weiß ich dass ich „responder“ bin und fast negativ. Ist das nicht toll? Ich bin so sprachlos glücklich, dass ich einfach nichts mehr sagen bzw. schreiben kann. Mai / Juni 2000 Am 24.05. erfuhr ich nun zum ZWEITEN Mal, dass der Virus nicht mehr nachweisbar ist. Trotzdem mache ich noch einige Monate mit der Therapie weiter. Sie stört mich inzwischen überhaupt nicht mehr. Heute gehe ich auf Klassenfahrt für vier Tage, da gönne ich mir den Luxus, einmal nicht zu spritzen. Und Ende Juni fliege ich für 6 Wochen in Urlaub. Den habe ich mir verdient. Darauf freue ich mich riesig. Also gebt nicht auf, wenn ich das schaffe, schafft ihr es auch. Mir geht es soo gut und ich habe die Spritzerei doch nicht bereut. Wenn ich so überlege: In Sport bin ich immer noch die Beste und die anderen Noten haben etwas nachgelassen, aber wichtig war, dass meine Familie mir immer die Möglichkeit gegeben hat, mich auszuruhen, wenn ich es brauchte und haben mich richtig verwöhnt. April 2001 Nachbiopsie durchgemacht. Immer noch negativ! Juli 2001 Juli 2003 Inzwischen habe ich mich zu einem „grässlichen“, sorglosen rebellischen Teenager entwickelt. Bin ich froh, dass ich diese Sorge hinter mir habe. Mein Tipp: Wartet nicht, bis ihr erwachsen seid. Ihr schafft es bestimmt. Meine Mama kriegt viele Briefe von Eltern, deren Kinder von der Krankheit betroffen sind. Wir beantworten sie beide fleißig. Oktober 2007
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Dezember 1998
Meine Mum hat mir erzählt dass ihr ein neues Buch schreiben wollt und ob es meinerseits noch was hinzuzufügen gäbe.