Was bedeuten die Laborwerte?

Jeder kennt das Problem - was steht auf dem Laborzettel? Wir versuchen einen kleinen Einblick in die Werte zu vermitteln.

 Das "kleine" Blutbild

Als kleines Blutbild bezeichnet man die Untersuchung der Blutzellen (Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten), des Blutfarbstoffs Hämoglobin sowie des Hämatokriten (prozentualer Anteil der Zellen am Gesamtblut). Man benötigt dazu nur wenige Tropfen Vollblut. Von der gemessenen Menge wird auf die Gesamtmenge im Körper geschlossen. Man unterscheidet das kleine Blutbild vom Differentialblutbild, bei dem der prozentuale Anteil der Leukozytenunterarten gezählt wird. Abweichende Werte müssen nicht immer beunruhigend sein. Oft handelt es sich nur um eine vorübergehenden Zustand. Die Werte sollten aber einige Zeit später nachkontrolliert werden. Heute ist die Blutanalyse weitgehend automatisiert. Die Zellzahl wird pro Mikroliter Blut angegeben.

 

Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)

Rote Blutkörperchen oder Erythrozyten (Kurzform: Erys) enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, derSauerstoff und Kohlendioxid an sich binden und transportieren kann. Die roten Blutkörperchen sindscheibenförmig. Sie werden im Knochenmark aus sogenannten Stammzellen gebildet und durchlaufenverschiedene Entwicklungsstufen, bis sie zu einem Erythrozyten reifen. Zur letzten Vorstufe gehören dieRetikulozyten, die zu einem geringen Anteil (bis zu 15 pro 1000 Erythrozyten) im Blut nachweisbar sind. Wichtige Bausteine bei der Erythrozytenbildung sind Eisen, Vitamin B12 und Folsäure. Ist einer dieser Stoffe im Körpe nicht ausreichend vorhanden, werden häufig nicht voll funktionsfähige Zellen gebildet.

Normbereich:

4,5 –5,9 Mio./Mikroliter (Männer), 4,0 – 5,2 Mio./Mikroliter (Frauen)

Erniedrigte Werte:

Verminderte Werte der roten Blutkörperchen bezeichnet man auch als Anämie oder Blutarmut.
Ursachen dafür sind eine verminderte Produktion oder ein vermehrter Verlust von Erythrozyten durch Blutungen. Eine der häufigsten Formen der Anämie entsteht infolge eines Mangels an Eisen, seltener auch an Vitamin B12 oder Folsäure. Eisen wird zur Bildung des Blutfarbstoffs Hämoglobin benötigt. Ursachen für einen Eisenmangel sind falsche Ernährung, Störungen der Eisenaufnahme (Resorption) im Darm, ein gesteigerter Bedarf und – am häufigsten – Eisenverlust durch akute oder chronische Blutungen. 80 Prozent aller Eisenmangelanämien treten bei Frauen auf, da sie bei der Menstruation Blut verlieren und dadurch mehr Eisen verbrauchen. Bei Kindern, Schwangeren und während der Stillzeit ist der Eisenbedarf zusätzlich erhöht.

Erhöhte Werte:

Eine Vermehrung der Erythrozyten bezeichnet man als Polyglobulie. Bei einem verminderten Angebot an Sauerstoff, beispielsweise im Hochgebirge, kommt es natürlicherweise zu einer Vermehrung der Erythrozyten, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung zu gewährleisten. Eine Polyglobulie kann aber auch bei chronischen Lungenleiden und Herzerkrankungen auftreten. Nach großem Flüssigkeitsverlust (durch starkes Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall) kann der relative Anteil der Zellen im Vergleich zur Blutflüssigkeit erhöht sein. Man spricht dann von einer Pseudopolyglobulie. Dieser Zustand kann durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr wieder ausgeglichen werden.

 

Weiße Blutkörperchen (Leukozyten)

Weiße Blutkörperchen oder Leukozyten (Kurzform: Leukos) spielen eine bedeutende Rolle bei der Abwehr gegen Krankheitserreger und sind nicht nur im Blut, sondern auch im Gewebe zahlreicher Organe anzutreffen. Sie werden im Knochenmark und in den Lymphknoten gebildet und in der Milz und im Thymus auf ihre Aufgabe vorbereitet. Man unterscheidet verschiedene Arten von Leukozyten mit unterschiedlichen Funktionen. Abweichungen der Leukozytenzahlen hängen oft mit Entzündungen im Körper zusammen. Zur weiteren Abklärung dient dann vor allem eine Bestimmung der Unterarten im Differentialblutbild.Normbereich: 4000-9000 Mio./MikroliterErniedrigte Werte: Eine verminderte Anzahl (Leukopenie) weist vor allem auf eine Infektion durch Viren, aber auch auf Malariaund Typhus hin. Es kann jedoch auch eine Schädigung des Knochenmarkes infolge von Röntgenbestrahlung oder durch bestimmte Medikamente (z.B. zurBehandlung von Krebs oder Schilddrüsenüberfunktion) vorliegen.

ErhöhteWerte:

Eine Vermehrung der Leukozyten (Leukozytose) kann viele Ursachen haben. Am häufigsten liegt eine meist akute Infektion durch Bakterien, Pilze, Parasiten oder andere Erreger vor. Weitere mögliche Ursachen sind akute Vergiftungen, Blutungen, Allergien, Schockzustände und Leukämien.

 

Blutplättchen (Thrombozyten)

Blutplättchen oder Thrombozyten (Kurzform: Thrombos) spielen – zusammen mit anderen Bestandteilen, den Gerinnungsfaktoren – eine bedeutende Rolle bei der Blutgerinnung. Thrombozyten sind wesentlich kleiner als die übrigen Blutzellen und werden ebenfalls im Knochenmark gebildet. Abweichungen von der Norm gehen oft mit Störungen der Blutgerinnung einher.

Normbereich: 140.000-440.000 Mio./Mikroliter

Erniedrigte Werte:

Ursache für verminderte Thrombozytenzahlen sind Produktionsstörungen infolge Vitamin-B12-Mangels, durch Strahlenschädigung oder Medikamente. Auch ein vorzeitiger Abbau bzw. Verbrauch nach Infektionen,allergischen Erkrankungen, Milzvergrößerung oder eine unkontrollierbare Blutgerinnung kann die Thrombozytenzahl senken.

Erhöhte Werte:

Zu einer Vermehrung der Thrombozytenanzahl kommt es nach schweren Infektionen oder Tumorerkrankungen, nach Operationen und Verletzungen mit großen Blutverlust sowie nach Entfernung der Milz. Eher selten verursachen Erkrankungen der Blut bildenden Zellen des Knochenmarks erhöhte Thrombozytenwerte. Wenn allerdings eine Leukämie vorliegt, kann es zu einer starken Vermehrung meist funktionsunfähiger Blutzellen kommen.

 

Roter Blutfarbstoff (Hämoglobin)

Der Eiweißstoff Hämoglobin (Kurzform: Hb) ist ein Hauptbestandteil der Erythrozyten und enthält den größten Teil des Eisens im Körper. Hämoglobin bindet Sauerstoff und Kohlendioxid und sorgt damit für den Transport und Austausch dieser Gase zwischen Lunge und Gewebe. Bei der Bestimmung des HB kann weiter zwischen dem gesamten und dem an Erythrozyten gebunden Hb (habe oder MCH) unterschieden werden. Diese Werte sind vor allem wichtig, um die Ursache für eine Anämie abzuklären.

Normbereich:

Hb: 14 – 18 g/dl (Männer), 12 – 16 g/dl (Frauen)

Erniedrigte Werte: 

Erniedrigte Hb-Werte finden sich vor allem, wenn eine Eisenmangelanämie vorliegt.

 

Hämatokrit

Der Hämatokrit ist definiert als der prozentuale Anteil aller Bestandteile von Zellen am Gesamtvolumen des Blutes.
Die Normalwerte sind stark alters- und geschlechtsabhängig und überwiegend von der Anzahl der roten Blutkörperchen bestimmt.
Je höher der Hämatokritwert, um so schlechter sind die Fließeigenschaften des Blutes.Normbereich:42-52% (Männer), 37-47% (Frauen)

 

Differentialblutbild (Großes Blutbild)

Die weißen Blutkörperchen werden in Unterarten eingeteilt, von denen jede bestimmte Aufgaben erfüllt. Diese Untersuchung nennt man Differentialblutbild. Um die einzelnen Zellen erkennen zu können, wird einBlutausstrichpräparat angefertig, bei dem die Zellen mit einem Farbstoff angefärbt werden. Obwohl Leukozyten nicht nur im Blut, sondern auch im Gewebe vorkommen, weist ihre Zahl im Blut auf die Gesamtmengen im Körper hin.

 

Granulozyten

Die Granulozyten heißen – je nach Anfärbbarkeit mit chemischen Substanzen – neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten. Die neutrophilen werden in stab- und segmentkernige unterteilt.Zu den Hauptaufgaben der Granulozyten gehört die Abwehr gegen Bakterien, Viren und Pilze. Sie spielen auch eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen. Neutrophile und eosinophile Granulozyten sind Freßzellen, die fremde Eindringlinge wie Bakterien oder körpereigene Abfallprodukte in sich aufnehmen und auflösen können.Normbereich:Neutrophile Granulozyten (segmentkernig): 30-80%Neutrophile Granulozyten (stabkernig): 0-5%Eosinophile Granulozyten: 0-6%Basophile Granulozyten: 0-2%Erniedrigte Werte: Zu einer Verminderung der Granulozyten kommt es vor allem zu Beginn einer Infektionskrankheit (erhöhterVerbrauch), bei einer Schädigung des Knochenmarks (verminderte Produktion), bei körperlicher Belastungund durch bestimmte Medikamente.

Erhöhte Werte:

Die Granulozytenzahl ist vor allem erhöht bei (akuten) Infektionskrankheiten durch verschiedene Erreger. Weitere Ursachen sind Allergien, akute Vergiftungen,Leukämien usw.

 

Monozyten

Die Monozyten sind typische Freßzellen. Sie können Bakterien und andere Erreger verdauen und Botenstoffe ausssenden, die weitere Aktivitäten immmunsystem auslösen.
Normbereich: 1-12%
Erhöhte Werte:
--- Zu einer deutlichen Vermehrung der Monozyten kommt es insbesondere beim Pfeifferschen Drüsenfieber.


Lymphozyten

Die Lymphozyten werden in den Organen des lymphatischen Systems, vor allem in der Milz und in den Lymphknoten, gebildet. Je nach ihrer Abstammung und ihrem Aufenthaltsort werden sie in zwei Hauptgruppen unterteilt: die T- und die B-Lymphozyten. Beide erfüllen wichtige Aufgaben bei der Abwehr:


·  Die B-Lymphozyten (B-Zellen), die sich überwiegend in der Milz und in den Lymphknoten befinden, sind
für die Bildung von Antikörpern (Immunglobulinen) verantwortlich.

·  Die T-Lymphozyten (T-Zellen) organisieren die Abwehr: Über Botenstoffe (so genannte Zytokine übermitteln sie Nachrichten an Freßzellen, B-Lymphozyten und weitere an der Immunabwehr beteiligte Zellen und regen diese zu ihrer Tätigkeit an. Darüber hinaus könne die Lymphozyten noch weiter unterschieden werden.

Normbereich: 15-50%

Erniedrigte Werte: 
Ursache für eine Verminderung sind Schädigungen des lymphatischen Systems durch Strahlen, Vergiftungen und andere Erkrankungen.

Erhöhter Werte:
Zu einer Lymphozytenvermehrung kommt es insbesondere in der Heilphase einer Infektionskrankheit
und bei lymphatischer Leukämie.

 

Enzyme

Enzyme sind Proteine, die wie ein Katalysator den Ablauf einer chemischen Reaktion steuern und beschleunigen, ohne sich selbst dabei zu verändern.
Sie sind überall im Körper am Stoffwechsel beteiligt. Jede Zelle enthält große Mengen an Enzymen, um ihren zelleigenen Stoffwechsel aufrechtzuerhalten.
Jede Art von Enzym hat eine ganz bestimmte biochemische Aufgabe. Insgesamt sind bereits über 2500 verschiedene Enzyme bekannt. Jede Art von Gewebe bzw. jedes Organ ist mit charakteristischen Enzymen ausgestattet.
Dieses typische Enzymmuster macht man sich bei der Diagnostik von Organstörungen zunutze. Denn wenn ein Organ geschädigt ist, werden aus den Zellen Enzyme freigesetzt und gelangen ins Blut. Im Serum kann ihre Menge gemessen werden. Je stärker die Schädigung ist, desto höher steigt der Enzymspiegel im Serum an. Dabei kann man sowohl auf den Grad als auch auf die Herkunft der Schädigung schließen.
Für die verschiedenen Organe sind bestimmte Enzyme bzw. Enzymmengen typisch. Kein Enzymwert sollte allerdings allein, sondern immer in Zusammenhang mit den übrigen Werten beurteilt werden.
Die Untersuchung der Enzymspiegel ist vor allem bei folgenden Organen bzw. Störungen von Bedeutung:·  Leber: bei Entzündung, Leberzellschaden oder Abflußstörungen der Gallenflüssigkeit·  Herz: Herzmuskelschaden (Herzinfarkt)·  Bauchspeicheldrüse: Entzündungen, Sekretabflußstörungen·  Skeletmuskulatur und Knochen: Verletzungen, Tumorerkrankungen, Entzündungen·  Prostata: TumorerkrankungenDie Mengenangabe für Enzyme im Serum wird als U/L angegeben. Darin steht U=Unit als internationale Einheit für Enzymwerte. Das entspricht einer Enzymmenge, die eine bestimmte Menge Stoff in einer Minute umsetzen kann.

 

Glutamat-Oxalazetat-Transaminase GOT (ASAT)

An diesem Enzym zusammen mit der GPT kann man eine Leberschädigung erkennen. Ursache kann eine Leberentzündung (Hepatitis) oder eine Leberzirrhose sein. Man nennt diese Enzyme auch Transaminasen, da sie bei der Umsetzung von Aminosäuren beteiligt sind.
Während die GPT fast nur in der Leber vorkommt, gibt es die GOT auch im Herzmuskel in größeren Mengen. Deshalb kann eine GOT-Erhöhung auf einen Herzinfarkt hinweisen.

Normbereich: bis 18 U/L

 

Glutamat-Pyruvat-Transaminase GPT (ALAT)

An diesem Enzym zusammen mit der GOT kann man eine Leberschädigung erkennen.
Ursache kann eine Leberentzündung (Hepatitis) oder eine Leberzirrhose sein. Man nennt diese Enzyme auch Transaminasen, da sie bei der Umsetzung von Aminosäuren beteiligt sind.
Während die GPT fast nur in der Leber vorkommt, gibt es die GOT auch im Herzmuskel in größeren Mengen. Deshalb kann eine GOT-Erhöhung auf einen Herzinfarkt hinweisen.

Normbereich: bis 20 U/L

 

Gamma-GT (GGT)

Auch dieses Leberenzym ist bei vielen Lebererkrankungen erhöht, bei denen gleichzeitig eine Stauung der Gallenflüssigkeit besteht.

Normbereich: bis 28 U/L (Männer), bis 18 U/L (Frauen)

Alkalische Phosphatase (AP)

Das Enzym wird in der Leber produziert und zur Unterstützung der Verdauungsarbeit in den Darm abgegeben. Deshalb ist die AP erhöht, wenn eine Lebererkrankung mit gleichzeitiger Stauung der Gallenflüssigkeit vorliegt. AP kommt auch im Knochen vor und kann auf Knochenerkrankungen hinweisen.

Normbereich: bis 170 U/L

 

Laktatdehydrogenase (LDH)

Dieses Enzym kommt in größeren Mengen sowohl in der Leber als auch im Herz- und Skelettmuskel sowie in roten Blutkörperchen vor.
Eine Erhöhung kann sowohl auf Lebererkrankungen als auch auf einen Herzinfarkt oder vermehrten Abbau roter Blutkörperchen hinweisen.

Normbereich: bis 80-240 U/L
 

Bilirubin (Bili)

Der Gallenfarbstoff Bilirubin ist ein Abbauprodukt des Blutfarbstoffs Hämoglobin.
Zunächst entsteht eine wasserunlösliche Form (indirektes Bilirubin), die in der Leber in eine wasserlösliche Form (direktes Bilirubin) umgewandelt und anschließend über die Gallenflüssigkeit ausgeschieden wird.
Im Serum werden sowohl das direkte als auch das Gesamtbilirubin gemessen. Bei Vermehrung des Bilirubins im Serum kommt es zur Gelbsucht (Ikterus). Der Farbstoff bewirkt dann eine Gelbfärbung der Haut, insbesondere auch der Lederhaut (Sklera) des Auges.

Normbereich:Gesamtbilirubin: bis 1,2 mg/dl

Direktes Bilirubin: bis 0,25 mg/dl

Erhöhte Werte:

Zu einer Erhöhung der Bilirubinwerte kommt es bei Blutarmut durch vermehrten Zerfall der Blutkörperchen (Hämolyse), bei Schädigung der Leberzellen (Hepatitis, Leberzirrhose oder Tumorerkrankungen) oder Abflußstauungen (Stauungsikterus) in den Gallenwegen (z.B. durch Gallensteine oder Tumor).

 

Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)

Zu den Routineblutuntersuchungen im Labor gehört auch die Messung der Geschwindigkeit, mit der sich die Blutkörperchen (Blutzellen) in einem Röhrchen absetzen (die sogenannte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit, kurz auch BKS oder BSG). Eine Blutprobe (aus der Vene) wird mit einer gerinnungshemmenden Substanz gemischt und dann in einem senkrecht stehenden Messröhrchen bis zur Höhe von 200 Millimeter aufgezogen. Nach einer bzw. zwei Stunden wird abgelesen, um wie viele Millimeter sich die Blutkörperchen im Röhrchen nach unten abgesetzt haben. Da Frauen im Verhältnis zur Gesamtblutmenge weniger Blutzelle haben als Männer, sinken die Blutkörperchen bei ihnen schneller ab.Normbereich:Nach 1 Stunde: 3-8 mm (Männer), 3-10 mm (Frauen)Nach 2 Stunden: 6-20 mm (Männer), 6-20 mm (Frauen)Erniedrigte Werte: Eine verzögerte BSG findet sich selten und kann bei einigen Blutkrankheiten wie Polyglobulie auftreten.Aber auch Medikamente wie Antirheumatika, Kortison oder Aspirin beeinflussen die Senkung.

Erhöhte Werte:

Eine erhöhte Senkungsgeschwindigkeit weist darauf hin, daß im Körper ein akuter oder chronischer Entzündungsherd vorhanden ist. Viele harmlose, aber auch gefährliche Veränderungen können Ursache für eine erhöhte Blutsenkung sein: Infektionen durch Viren oder Bakterien, chronische Entzündungen wie rheumatische Erkrankungen, Leberschäden, Blutarmut oder auch Tumo rerkrankungen. Ab etwa 60 Jahren könne erhöhte Werte – bis zu 30 Millimeter pro Stunde – vorkommen, ohne daß eine Erkrankung vorliegt.

 

Weitere Informatione finden Sie im Sonderheft der deutschen Leberhilfe: Laborwerte.