Die Infektion wird von den Betroffenen erst meist gar nicht wahrgenommen. Sie leiden unter unklaren Symptomen wie Müdigkeit oder Unwohlsein. Die Diagnose Hepatitis C wird daher häufig erst bei einer Routineuntersuchung oder beim Blutspenden gestellt. Von der Ansteckung bis zu dieser Zufallsdiagnose können mehrere Jahre vergehen. In dieser Zeit kann das Hepatitis-C-Virus Leberschäden verursachen. Das körpereigene Immunsystem kann nämlich das Hepatitis-C-Virus nur in 10-20% aller Fälle eliminieren. In über 80% der Fälle schreitet die Virusvermehrung ungehindert fort, und es entwickelt sich eine chronische Hepatitis C. Die Leber kann zunehmend geschädigt werden, so dass nach Jahren bis Jahrzehnten bis zu 20% der Patienten an einer Leberzirrhose leiden. Jedes Jahr erkranken 4% dieser Betroffenen an einem Leberzellkrebs. DiagnosemöglichkeitenIm Rahmen einer normalen Blutuntersuchung, bei einem niedergelassenen Hausartz, kann man ohne großen Aufwand bereits klären, ob evtl. eine Hepatitis C vorliegt. Leberenzymwerte und ein Antikörpertest können die ersten Aufschlüsse geben. Sollte sich hier ein Verdacht auf eine Leberkrankung ausgelöst durch das Hepatitis C Virus erhärten wird weitere Diagnostik durchgeführt. Hierzu lesen Sie mehr im Kapitel „Diagnostik“ MeldepflichtBei meldepflichtigen Krankheiten handelt es sich um bestimmte übertragbare Infektionen, die nach deutschem Recht (Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen – Infektionsschutzgesetz – IfSG) gemeldet werden müssen. Dies bedeutet, dass Erregernachweis, Infektionsverdacht, Erkrankung oder Tod durch die im Gesetz genannten Krankheiten an das Gesundheitsamt gemeldet werden müssen. Zur Meldung verpflichtet sind im allgemeinen der behandelnde Arzt, wie auch Krankenhäuser und Infektionslabore. Die Meldung erfolgt:
Seit dem 1.1.2001 gibt es mit dem Inkrafttreten des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) eine namentliche Meldepflicht für alle erstmalig diagnostizierte Hepatitis C-Infektionen. Meldepflichtig ist nach § 6 der behandelnde Arzt und nach § 7 des IfSG die Untersuchungseinrichtung (Labor), die den positiven Virusbefund erstellt hat. Die Meldung erfolgt an das örtliche Gesundheitsamt. Ziel der Meldepflicht ist auch die Identifizierung möglicher Infektionsquellen. Die Ermittlungen des Gesundheitsamtes können im Einzelfall hierbei ein wirksames Instrumentarium sein. Die personenbezogenen Daten müssen nach 3 Jahren gelöscht werden. Das Robert-Koch-Institut führt anhand der gemeldeten Daten eine anonyme Statistik. DunkelzifferIm Jahr 2005 erfasste das Robert-Koch-Institut 8363 neu gemeldete Hepatitis C-Betroffene, 2006 waren es 7509 Neumeldungen. Im Vergleich dazu, bei HIV (AIDS) wurden im Jahr 2006 „nur“ 2611 HIV-Neumeldungen eingetragen. Der Grund hierfür ist, dass vereinheitlichten Testverfahren für HIV vorliegt, welche bei generellen Untersuchungen oft automatisch mitgetestet werden. Für Hepatitis C jedoch bislang keine Verordnung auf Testverfahren. Nicht einmal alle bekannten Leberenzymwerte werden in einem so genannten kleinen Blutbild automatisch mitgetestet. Ca. 800.000 Menschen sind in der Bundesrepublik Deutschland wissentlich mit dem Hepatitis C-Virus infiziert. Die Vermutung liegt nah, dass ca. doppelt so viele Menschen von ihrer Infektion nichts wissen, da es keine spezifischen Symptome für die Krankheit gibt. Entwicklung und TrendsSeit 1999 gelten weltweit strengere Kontrollmaßnahmen für Blutprodukte aller Art. Somit wird sich das Risiko einer Infektion durch eine Blutkonserve oder einer auf ein Blutprodukt gebildete Impfung auf deutlich weniger als 1% reduzieren. Die häufigsten Infektionen wird es in der Zukunft durch die Unwissenheit der Betroffenen geben und in der Drogenszene. Mit Modeerscheinungen wie Tätowieren oder Piercen wird auch weiterhin ein hohes Potenzial gebildet sich unbemerkt zu infizieren. Man kann dem Virus aber begegnen. Aufklärung und Information sind hier der wohl größte Anteil um diese Krankheit zu besiegen. Ein Test bringt Sicherheit, eine frühe Erkennung der Krankheit hohe Heilungschancen. Unsere heranwachsenden Kinder sind leider absolut gefährdet, nicht nur durch das HC-Virus, auch durch AIDS, der wieder stärker auftreten Hepatitis B und Syphilis, da trotz Aufklärung und Schutzmassnahmen diese oft ignoriert werde. Die Zahl der jährlichen Neuinfizierten wird erst sinken, wenn jeder sich routinemäßig mit einem einfachen Bluttest frühst möglich nach einer Infektion behandeln lassen kann.
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